Renner oder Penner? Wie better bites jetzt zeigt, welche Gerichte wirklich ankommen
Es gibt diesen einen Moment in jeder Küche: Das Gericht, das man für einen sicheren Treffer gehalten hat, steht um 13 Uhr noch halb voll in der Ausgabe. Und das andere, das fast nebenbei auf den Speiseplan gesetzt wurde, ist schon um 12:30 Uhr ausverkauft. Solche Momente zeigen, wie schwer es ist, den eigenen Speiseplan wirklich zu kennen. Nicht nach Bauchgefühl, sondern mit Zahlen dahinter.
Genau diese Frage haben wir uns gestellt: Wie können Küchenleitungen auf einen Blick sehen, welche Gerichte ihre Gäste wirklich begeistern und welche eher links liegen gelassen werden? Und nicht nur das, sondern auch: Was kosten diese Gerichte im Verhältnis dazu, was sie leisten? Die Antwort ist die neue Analytics-Seite in better bites.
Das Problem mit dem Speiseplan-Bauchgefühl
In den meisten Großküchen gibt es zwar ein Gefühl dafür, welche Gerichte gut laufen. Aber dieses Wissen ist oft personengebunden, schwer übertragbar und kaum systematisch auswertbar. Wer wechselt, nimmt das Erfahrungswissen mit. Wer neu anfängt, muss von vorne lernen. Und selbst erfahrene Küchenleitungen haben keinen vollständigen Überblick darüber, wie sich ein Gericht über mehrere Monate oder Standorte hinweg entwickelt hat.
Hinzu kommt: Beliebtheit allein reicht nicht. Ein Gericht kann viele Gäste ansprechen und trotzdem teuer in der Herstellung sein. Ein anderes ist vielleicht weniger gefragt, aber dafür besonders kosteneffizient. Wer beides im Blick hat, kann seinen Speiseplan gezielt steuern. Wer nur auf Erfahrungswerte setzt, trifft diese Entscheidungen im Dunkeln.
Das neue Widget: Gästeanteil gegen Wareneinsatz
Wer weiß, welche Gerichte wirklich ankommen und was sie kosten, plant nicht mehr nach Gefühl. Das ist der Unterschied zwischen einem Speiseplan, der funktioniert, und einem, der optimierbar wäre.
Das neue Widget "Renner und Penner" zeigt alle Gerichte eines frei wählbaren Zeitraums in einem einzigen Diagramm: auf der horizontalen Achse den Gästeanteil, also wie viel Prozent der Gäste das jeweilige Gericht gewählt haben, auf der vertikalen Achse den Wareneinsatz pro Portion. So entsteht auf einen Blick eine Landkarte des Speiseplans.
Die vier Quadranten machen die Einordnung einfach: Gerichte mit hohem Gästeanteil und niedrigem Wareneinsatz sind die klaren Favoriten im Speiseplan. Gerichte mit niedrigem Gästeanteil und hohem Wareneinsatz dagegen sind die Kandidaten, bei denen sich eine Überprüfung lohnt. Dazwischen liegen Gerichte mit unterschiedlichem Optimierungspotenzial. Diese Übersicht lässt sich nach Kategorien filtern und für verschiedene Zeiträume auswerten, von den letzten 30 Tagen bis zum Jahresvergleich.
Renner und Penner direkt im Speiseplan
Noch konkreter wird es in der tagesbasierten Speiseplan-Ansicht. Dort zeigt das neue Widget "Speiseplan-Analyse" für jeden einzelnen Tag, wie jedes Gericht im Vergleich zu seinem historischen Schnitt abgeschnitten hat. Grüne Karten markieren Gerichte, die besser als erwartet liefen. Orangene Karten zeigen Gerichte mit Luft nach oben, direkt dort, wo die Planung stattfindet, ohne langes Suchen in Tabellen.
Das macht es möglich, Muster schnell zu erkennen: Welches Gericht zieht an bestimmten Wochentagen besonders gut? Welches schneidet in der Klausurphase anders ab als in der Vorlesungszeit? Welche Kombination aus Hauptkomponente und Beilage kommt besonders gut an? Diese Fragen lassen sich jetzt beantworten, ohne dass dafür aufwendige manuelle Auswertungen nötig sind.
Was Küchen mit diesen Daten konkret tun können
Die Analytics-Seite ist kein Selbstzweck. Sie soll Küchenleitungen dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Das kann bedeuten: ein gut laufendes Gericht häufiger einplanen, weil die Daten zeigen, dass es konstant ankommt. Ein kostenintensives Gericht mit niedrigem Gästeanteil überdenken oder in der Rezeptur anpassen. Oder die Erkenntnis nutzen, dass ein bestimmter Wochentag besonders gut für ein neues Gericht geeignet ist, weil die Gäste dann offener für Abwechslung sind.
Für Studierendenwerke mit mehreren Standorten eröffnet die Analyse zusätzlich die Möglichkeit, Gerichte standortübergreifend zu vergleichen. Was in einer Mensa ein Renner ist, muss es in einer anderen nicht sein. Diese Unterschiede sichtbar zu machen ist der erste Schritt, um den Speiseplan an jedem Standort gezielter zu gestalten.
Ein guter Speiseplan entsteht nicht im Bauch, sondern aus Daten, die man versteht. better bites freut sich, Großküchen dabei zu begleiten. 💚